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Bettina Illig
Consulting für medizintechnische Anwendungen

Tue Gutes und rede darüber!

14.03.2016

Postoperatives Delirium – Ist das auch Ihr Thema?

Von: Bettina Illig
Etwa 1/3 aller älteren Patienten sind davon betroffen – in der Literatur spricht man von ca. 9 – 87%, je nach Art und Schwere, des  chirurgischem Eingriffs.


Als Folge dieser durchaus schweren Komplikation ist nicht nur mit einem längeren Krankenhausaufenthalt zu rechnen, sondern häufig auch mit Langzeitfolgen. So kann es beim älteren Patienten nicht nur mit einer erhöhten Mortalität einhergehen, sondern auch mit einem erhöhten Risiko für Demenzerkrankungen verbunden sein.

Youtube - Delir: Verwirrung nach einer Operation/FAKT/MDR 

Zur Früherkennung und Diagnose können  über 20 verschiedene Tests herangezogen werden, von denen jedoch hauptsächlich die CAM (Confusion Assessment Method) und CAM-ICU (Confusion Assessment Method für die Intensivstation) weltweit am häufigsten eingesetzt werden. Um darüber hinaus auch den Schweregrad eines Delirs zu ermitteln, wird auf Intensivstationen in den meisten Fällen die ICDSC (Intensive Care Delirium Screening Checklist) angewendet . Beide Methoden, sowohl CAM, als auch CAM-ICU erfordern jedoch eine gewisse Schulung und Ausbildung des Anwenders.[1]


Wie kann man nun zu einer schnellen und zudem objektiven Früherkennung eines Deliriums gelangen?


In Vorbereitung für den Marktzugang in Deutschland betreue ich ein niederländisches Spin-Off-Unternehmen der UMC Utrecht, welches einen tragbaren Delirium-Monitor zur Früherkennung entwickelt hat.


Dieser Monitor ermöglicht mittels Elektroden (Einmalelektroden) eine schnelle, einfache und objektive  Früherkennung eines Delir-Risikos. Die Elektrode ist über ein Kabel mit dem Monitor verbunden und ermittelt innerhalb von 2 Minuten, durch die Messung von Gehirnaktivität,  ein Ergebnis mit einer Genauigkeit von 90%. Durch die Früherkennung können sofortige Therapiemaßnahmen eingeleitet werden und die Komplikationen für den Patienten deutlich minimiert oder auch verhindert werden. So reduzieren sich nicht nur mögliche Langzeitschäden, Folgetherapien und Krankenhausaufenthalte, sondern auch die dadurch entstehenden Kosten. Insgesamt verursacht das Delirium zusätzliche Kosten für das Gesundheitswesen von 15.000 €  – 75.000 € pro Patient[2] .

Im Vergleich dazu entstehen für eine 3-tägige Überwachung eines Patienten (3x täglich = 1x pro Schicht) etwa 72 € an Kosten für die Einmal-Elektroden.

Allein durch die Reduzierung der Verweildauer auf der Intensivstation ergeben sich deutliche Vorteile. Einerseits erhöht sich die schnellere Verfügbarkeit von Intensivbetten und zum anderen steht der Investition für die Monitore eine deutliche Einsparung an Intensivkosten gegenüber. Wir sprechen hier in etwa von 300.000 € Einsparung bei einer Investition von 100.000€ für die Monitore.

Sollte dieses Thema auch in Ihrer Klinik / Abteilung einen wichtigen Stellenwert einnehmen und möchten auch Sie von einer subjektiven Beurteilung des Delir-Risikos zu einem objektiven Ergebnis mittels Messung kommen, so freue ich mich über Ihre persönliche Nachricht.


Mein Name ist Bettina Illig und ich unterstütze Medizinproduktehersteller u.a. bei ihrem Marktzugang in Deutschland.  Dabei handelt es sich um mehrere Bereiche, von der Marktanalyse, über die Kontaktherstellung, hinzu zu Erstattungsfragen und die Begleitung der praktischen Umsetzungsphase. 


Aktuell betreue ich das Unternehmen Prolira BV, welches den Delir-Monitor entwickelt hat. Für eine erste Startphase suchen wir ca.  4 – 6 Kliniken, bzw. Abteilungen (z.B. Intensiv, Herzchirurgie, Orthopädie…), die einer ausgewählten Gruppe von ca. 20 Erst-Anwendern (Niederlande, Großbritannien, Deutschland) beitreten möchten, und bereits Ende 2017 mit dem weltweit ersten Delirium-Monitor arbeiten möchten. Implementieren Sie den Einsatz des Gerätes in Ihre täglichen Abläufe und ersetzen Sie so diverse Delirium-Checklisten. Durch die Teilnahme an einer Studie, die durch Herrn UMC U Prof. Dr. A. Slooter geführt wird, möchte man gerne die Auswirkungen auf die Aufenthaltsdauer ermitteln und durch den praktischen Input des Klinikpersonals soll die Benutzerfreundlichkeit (Usability) des Delirmonitors in einer 2. Version, an den täglichen Einsatz angepasst werden, um die einfache Nutzung des Gerätes weltweit zu ermöglichen und sicherzustellen.

Anbei ein paar Links aus den Medien:

https://www.welt.de/print/wams/wissen/article155359447/Intensive-Verwirrung.html?wtrid=socialmedia.email.sharebutton

https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=XegW_WfvzoY

http://news.doccheck.com/de/95150/delir-wahnsinn-ohne-leitlinie/#

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und Resonanz zum Thema Postoperatives Delirium. Um Ihnen in einem persönlichen Gespräch sowohl Gerät als auch Unternehmen näher zu bringen, würde ich mich über die Möglichkeit zur Terminabstimmung freuen. 

Bitte nehmen Sie Kontakt mit mir auf:

 

[1] Goettel und Steiner, Universitätsspital Basel: Postoperatives Delirium: Früherkennung, Prävention und Therapie, Schweiz Med Forum 2013;13(26):522–526


[2] Leslie and Inouye, 2011, Journal of the American Geriatrics Society

 


Autor: Bettina Illig